Klinik für Kleintiere
Klinikdirektor: Prof. Dr. Gerhard Oechtering
Abteilung für Atemwegchirurgie

Publikationen/Publications
Vorträge/Speeches

NEW ASPECTS OF BRACHYCEPHALIA IN DOGS AND CATS

  • BASICS: INSIGHTS INTO EMBRYOLOGY, ANATOMY AND PATHOPHYSIOLOGY Download
  • DIAGNOSTICS: IMAGING AND FUNCTIONAL TESTING Download
  • OPTIONS: TREATMENT MODALITIES Download

The North American Veterinary Conference – 2008:

  • Laser-Assisted Minimal Ivasive Treatment of Ectopic Ureters (Download)
  • Brachycephalic Airway Syndrome,
    • PART 1: A New Understanding – it is an Intranasal Problem!! (Download)
    • PART 2: Laser-Assisted Turbinectomy (LATE) – a Novel Therapeutic Approach (Download)
    • PART 3: Successfull Anesthesia and Recovery (Download)
  • Selected Laryngeal ProblemsS: Vocal Fold Granulomas (Download)

BRACHYCEPHALIC AIRWAY SYNDROME: EFFECTS OF PARTIAL TURBINECTOMY ON INTRANASAL AIRWAY RESISTANCE

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JP Hueber1), HJ Smith2), P Reinhold3), C Nöller1), C Thiele1), GU Oechtering1), 1) Klinik für Kleintiere, Universität Leipzig, 2) VIASYS Healthcare Würzburg 3) F.-Loeffler Institut (Jena)

Strukturelle Besonderheiten der Nase brachyzephaler Hunderassen in der Computertomographie

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T. H. Oechtering, G. U. Oechtering, C. Nöller; Tierärztl Prax 2007; 35 (K): 177-187
Zusammenfassung
Gegenstand und Ziel: Kurzköpfige Hunde erfreuen sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit. Übertriebene und falsche Zuchtauslese hat jedoch zu einer Überbetonung der Brachyzephalie und zum fast völligen Verlust der Nase geführt. Diese strukturelle Fehlbildung bedingt eine gravierende Funktionsstörung der Atmung und damit das brachyzephale Atemnotsyndrom (BAS). In dieser Studie sollten die anatomischen Besonderheiten der brachyzephalen Nase computertomographisch untersucht und mit der normozephalen Nase verglichen werden. Material und Methoden: Untersucht wurden 23 brachyzephale Hunde (11 Möpse, sieben Französische Bulldoggen, fünf Englische Bulldoggen) und als Referenz ein normozephaler Deutscher Schäferhund. Von allen Tieren wurden CT-Schnittbildserien analysiert. Zunächst wurde eine Bildserie mit vergleichenden Darstellungen beider Nasentypen erstellt. Um die strukturellen Unterschiede zum Normozephalen und innerhalb der brachyzephalen Rassen darzustellen, erfolgte die Erfassung und Ableitung anatomischer Kenngrößen. Ergebnisse: Die extreme Verkürzung des Gesichtsschädels und damit auch der Nasenhöhle führt zu einer abnormen Konfiguration der Conchen. Zwei Haupttypen aberrant wachsender Nasenmuscheln werden beschrieben: 1. Nach rostral ziehende, die Nasengänge verlegende aberrante Conchen (RAC) und 2. nach k(c)audal wachsende, die Choanen verlegende aberrante Conchen (CAC). Zudem fallen diese Muscheln durch ihren geringen Verzweigungsgrad und ihre plumpe Lamellenbildung auf. Die Schädelvermessung zeigt charakteristische Unterschiede zwischen den brachyzephalen Hunderassen. Der Mops hat im Vergleich einen noch kürzeren Gesichtsschädel als Französische und Englische Bulldoggen. Schlussfolgerung: Die in dieser Arbeit erstmalig bei brachyzephalen Hunden beschriebenen schwerwiegenden intranasalen Fehlbildungen sind Grundlage für ein neues pathophysiologisches Verständnis des BAS. Klinische Relevanz: Die genaue Strukturanalyse von aberranten, stenosierenden Conchen (RAC, CAC) ist unabdingbare Voraussetzung für die Entwicklung einer intranasalen chirurgischen Therapie des BAS in Form der partiellen laserassistierten Turbinektomie (LATE-Therapie).

CT-ANATOMYOF THEBRACHYZEPHAL AND NORMAL FELINE NASOLACRIMALDRAINAGE SYSTEM

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Nöller C. EAVDI 2007 Annual Meeting

Structural characteristics of the nose in brachycephalic dog breeds analysed by computed tomography

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Summary
Introduction and objective: In brachycephalic dogs breeds exaggerated and incorrect breed selection has led to overemphasis of brachycephaly and almost complete loss of the nose. This structural deformity causes severe malfunction of the airway and thus brachycephalic airway syndrome (BAS). It was the aim of this study to examine the anatomical specifics of the brachycephalic nose by computed tomography (CT) and to compare them to those of the normocephalic nose. Methods: A total of 23 brachycephalic dogs (11 pugs, seven French Bulldogs, five English Bulldogs) and one normocephalic German Shepard dog as reference were examined. Multislice CT images of all animals were analysed. First multisclice images of both nose types were generated. Then, to compare structural differences to normocephalic breeds and among brachycephalic breeds, anatomical parameters were recorded and derived. Results: Extreme shortening of the craniofacial skull and thus of the nasal cavity leads to abnormal configuration of the conchae. Two main types of aberrant conchal growth have been described: 1. rostral, aberrant conchae obstructing the nasal passage (RAC) and 2. caudal aberrant conchae obstructing the choanae (CAC). Furthermore, these conchae are characterised by a low degree of branching and crude lamellae. Measurements of the skull revealed characteristic differences among the brachycephalic dog breeds. The pug had an even shorter craniofacial skull than the French and English Bulldogs. Conclusion: The severe intranasal deformities in brachycephalic dogs described here for the first time are the basis for a new pathophysiologic understanding of BAS. Clinical relevance: Detailed structural analysis of aberrant, stenosing conchae (RAC, CAC) is an indispensable prerequisite for the development of an intranasal surgical therapy of BAS in the form of partial laser-assisted turbinectomy (LATE therapy).

STIMMLIPPENGRANULOME BEI BRACHYZEPHALEN HUNDEN

C. Nöller, J.P. Hueber, G.U. Oechtering, DVG-Tagung 2007
Einleitung: Wir beobachten in den vergangenen drei Jahren mit zunehmender Häu-figkeit brachyzephale Patienten mit hochgradigen Veränderungen der Stimmlippen. Aus der Humanmedizin ist bekannt, dass Stimmlippengranulome und chronisch hyperplastische Laryngitiden als Folge von Störungen der Nasenatmung und trauma-tischen Schädigungen der Kehlkopfschleimhaut entstehen können. Ziele: Es soll über eine Serie von brachyzephalen Hunden mit Umfangsvermehrun-gen an den Stimmlippen berichtet werden. Das klinische Erscheinungsbild und die diagnostischen Möglichkeiten sollen beschrieben, ätiopathologische Aspekte disku-tiert und Therapieoptionen vorgestellt werden. Methodik: 60 Tiere der Rassen Mops, Französische und Englische Bulldoggen, die mit hochgradiger respiratorischer Insuffizienz vorgestellt worden waren, wurden untersucht. Stellung, Form und Oberfläche der Stimmlippen wurden sowohl computertomographisch als auch endoskopisch beurteilt und die Ergebnisse vergli-chen. Ergebnisse: Bei allen Tieren waren die Stimmlippen mittel- bis hochgradig verän-dert. Die Hälfte zeigte Veränderungen im Sinne einer chronisch hyperplastischen Laryngitis, ein Drittel hatte ein- oder beidseitige, bis zu 4 mm große Zubildungen, vornehmlich im Bereich des Processus vocalis. Bei den größeren Umfangsvermeh-rungen war die Oberfläche häufig ulzerierend. Pathohistologisch wurden sie als chronisches Granulationsgewebe, sogenannte Granulationspolypen beziehungsweise als chronisch hyperplastische Laryngitiden beurteilt. Therapieoptionen: Prinzipiell ist sowohl die medikamentelle als auch eine chirurgi-sche Therapie, aber auch eine Kombination aus beiden möglich. Bei geringgradigen Veränderungen muss die Notwendigkeit einer Behandlung generell überdacht wer-den, bei den größeren ist die lokale Behandlung (topisch oder submukös) mit einem Depotkortikoid oder einem Zytostatikum (Mitomycin) möglich. Abladierende Chi-rurgie sollte entweder mit einem CO2-Laser oder mit Hochfrequenzchirurgie erfol-gen. Leider ist, wie auch für Menschen beschrieben, die Tendenz zur Bildung von Rezidi-ven hoch, unabhängig von der gewählten Therapie. Schlussfolgerungen: Erstmals wird über das gehäufte Auftreten von Stimmlippen-granulomen bei brachyzephalen Patienten berichtet. Wir vermuten, dass die hoch-gradige Stenosierung der oberen Atemwege und die mit Stridor und Stertor verbunde-ne mechanische Beanspruchung des Kehlkopfes zu anhaltender Mikrotraumatisierung der laryngealen Schleimhaut führt. Wahrscheinlich ist die Schädigung im Bereich des Processus vocalis besonders hoch. Ob sich die Rezidivrate bei einer kausalen Thera-pie der mechanischen Belastung durch die LATE-Therapie (Laser-Assistierte Turbinektomie) verringern wird, ist Gegenstand weiterer Untersuchungen.

Computed Tomographic Anatomy of the Nose in Meso- and Brachyzephalic Cats and Potential Clinical Applications

Nöller, C
Summary In order to enlighten the dark labyrinth of the nasal cavity, a comparative examination of brachycephalic (short-headed or round shaped respectively) and mesocephalic (normal shaped or mesatocephalic respectively) cats was carried out. The study was based on 26 Persian and 18 domestic cats in total, with the chance of examining 13 animals (9 Persians and 4 domestic cats) under anaesthesia. Thus, computed tomography (CT) with concomitant intravenous contrast media application of six animals (4 Persians and 2 domestic cats) was possible. Because the animals displayed different stages of brachycephaly, and in order to adequately describe the functional-anatomical alterations, the 26 examined Persian cats were divided into four different categories by subjective criteria. The examination was carried out with regard to clinical and morphological aspects, therefore the following methods were chosen: computed tomography compared to corresponding sheet plastinations, respectively polyethylenglycol sections; as well as three-dimensional (3D) reconstructions based on the CT data sets of the paranasal sinuses and the nasolcarimal drainage system (i. e., virtual casts) compared to conventional corrosion casts of the same animals. Additional methods employed in this study were anatomical drawings, maceration and anatomic preparation as well as exemplary anaglyph technology for demonstration of 3D objects within a 2D media. This study presents the first complete cross-sectional anatomic descriptions of the nasal and paranasal cavities in brachycephalic cats, and – at least regarding some areas – even in mesocephalic domestic cats. Because the nasolcarimal drainage system of the cat was hitherto not described using computed tomography, this gap regarding functional anatomy and clinical diagnosis was thus closed. CT-examination of the nasal and paranasal cavity region was standardised and, for the first time, a new scanning plane of 90° towards the nasal bone was suggested – adapted to the anatomic relations of the ethmoidal bone in cats. Creating 3D models from the resulting CT data sets was established as an immense improvement for understanding the difficult spatial relations of the head. The main problems when looking at the feline nose regarding the complex alterations in brachycephaly arise from the highly shortened facial bones and the resulting dislocation of nasal structures caused by the dorso-rotation of the teeth. Concomitant with increased stages of brachycephaly, the nares and the nasal entry get narrower; the rostral ending of the respiratory duct, the nasal conchae and the whole ethmoidal bone are pushed into an increased upright position; and the nasolcarimal drainage system is characterized by an increased angle and a steeper course. Nasal conchae material is pushed into the respiratory duct in some animals of the stage III category and thus hinders respiratory air flow. Additional paranasal cavities (Sinus conchales of the ectoturbinals 2 and 3) are developed, while the upper ethmoidal conchae are pushed up towards the frontal sinuses by the compression processes within the lower aspects of the nasal cavity. The literature survey presents the nose as a functional system, and based on this the present study focuses on all important diagnostic cross-sectional anatomic problems in brachycephalic and mesocephalic cats. Besides the nasal conchae, the nasal ducts and the paranasal sinuses, even the mucous membranes, the vasculature, regional lymph nodes and the nasolcarimal drainage system are considered. Hence, this study presents a profound basis for all clinical problems of the nasal region. The results presented on the complex of ‘brachycephaly in cats’ suggest that brachycephalic animals should be classified into four categories (I – V) regarding objectionable structural criteria and use this classification interpreting the law of animal welfare (‘pain breed’ in terms of paragraph 11b). Cats of the category IV seem to fulfil the corpus delicti of ‘pain breed’. Breeders of brachycephalic breeds should refrain from breeding with animals even of category III. According to the present study, even animals of category I and II display alterations due to dorso-rotation (slight narrowing of the nasal entry, low grade angling of the respiratory duct and the nasolcarimal drainage system, development of additional paranasal sinuses). But - in the hands of conscientious breeders - the latter add to the variety of feline breeds and are not objectionable from the veterinary point of view.